Die Senioren-Union der CDU Deutschlands im Maifeld begrüßt die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann, die geplante Kürzung der Rentenansprüche pflegender Angehöriger zurückzunehmen. Linnemann hatte erklärt, sich dafür einzusetzen, dass pflegenden Angehörigen bei den Rentenpunkten keine Nachteile entstehen.
Damit nimmt der Bundesgesundheitsminister eine zentrale Forderung der Senioren-Union auf. Die ursprünglich vorgesehene Absenkung der von der Pflegeversicherung gezahlten Rentenbeiträge auf 70 Prozent hätte aus Sicht der Senioren-Union ein falsches Signal gesetzt. Gerade diejenigen, die mit großem persönlichem Einsatz die häusliche Pflege ihrer Angehörigen gewährleisten, dürfen bei ihrer eigenen Alterssicherung nicht schlechter gestellt werden.
Der Vorsitzende der Senioren-Union Maifeld erklärt: „Die größte Pflegeeinrichtung Deutschlands ist die Familie. Wer einen Angehörigen pflegt, übernimmt eine Verantwortung, die ansonsten vielfach von professionellen Pflegeeinrichtungen und damit zu erheblichen zusätzlichen Kosten übernommen werden müsste. Deshalb ist es richtig, dass Gesundheitsminister Linnemann die geplante Kürzung der Rentenansprüche pflegender Angehöriger stoppen will. Wer durch seine Pflege einen wichtigen Beitrag zur Entlastung des Staates und der Pflegeversicherung leistet, darf dafür bei der eigenen Alterssicherung nicht bestraft werden.“
Die Senioren-Union Maifeld unterstützt zugleich die Einschätzung des Bundesgesundheitsministers, dass pflegende Angehörige stärker in den Mittelpunkt der Pflegepolitik rücken müssen. Mehr als die Hälfte der Pflegebedürftigen wird überwiegend im familiären Umfeld versorgt. Viele Angehörige reduzieren dafür ihre berufliche Tätigkeit oder geben sie vollständig auf. Die von der Pflegeversicherung übernommenen Rentenbeiträge sollen dazu beitragen, die daraus entstehenden Nachteile bei der Alterssicherung zumindest teilweise auszugleichen.